Landtechnik Hohenwarter GmbH & Co KG
5090 Lofer, Gewerbegebiet 341 - Zentrale
5092 St. Martin 208 - Hauptlager
5751 Maishofen, Atzingerberg 9 - Aussenstelle
6365 Kirchberg / Tirol - Mobile Werkstätte
    

Firma Johann Hohenwarter

Firma Hohenwarter in Lofer - die Erfolgsgeschichte des Traditionsunternehmens

Die Beherrschung des Metalls mit Hilfe der Element Feuer und Wasser regte die Phantasie des Volkes und der Dichter seit jeher an. Der Umgang mit dem Feuer war faszinierend und furchterregend zugleich. Deshalb fühlten sich die Menschen schon immer vom Schmied angezogen. Mit Respekt und dem nötigen Sicherheitsabstand standen sie vor der Schmiede und warfen vorsichtige Blicke durch die halb geöffnete Tür in den düsteren Arbeitsraum, faszi­niert von dem Mann im Hintergrund, der am offenen Feuer han­tierte und mit kräftigen Schlägen das Eisen bearbeitete. Rußgeschwärzt waren die Wände und Decke der Werkstatt.

Einfache Gerätschaften aus Holz konnte nahezu jeder geschickte Landwirt selbst herstellen. Für alles, was mit Eisen zu tun hatte, waren die Bauern jedoch auf den Dorfschmied angewiesen. Hufbeschlag, Wagenbau und die Herstellung von Werkzeugen, Geräten und Waffen waren seine Domäne. Er fertigte Hacken und Äxte, die Beschläge für die Wagen, Pflüge und Eggen, er schmiedete Fenster- und Türbeschläge, machte Ofentüren und Ketten. Die gegenseitige Abhängigkeit und die zentrale Stellung für die ländliche Wirtschaft garantierte dem Schmied hohes gesellschaftliches Ansehen.

Die bekannte und geschätzte Firma Hohenwarter in Lofer hat ihre Wurzeln, sowohl privat wie auch geschäftlich in Weißbach. Am 30. April 1928 kam Hans Hohenwarter senior - der Vater des jetzigen Betriebsinhabers - in Weißbach - Hinterthal als achtes von dreizehn Kindern zur Welt. Bereits mit 14 Jahren arbeitete er bei seiner Schwester auf dem „Nusserhof” als Melker und entkam dadurch dem Wehrdienst.

Errinnerungswürdig ist jedoch eine Begebenheit, die die Wärme und damalige Gastfreundschaft der Bäuerin offenbarte. Zu Kriegsende zogen viele Soldaten heimwärts und machten beim „Nusserbauer` Station. So kam es oft vor, dass aus der großen Mittagsschüssel auch Soldaten aßen. Eines Tages fragte einer dieser Soldaten.” Junge Bäuerin, warum tust du das, dass du uns Essen und Trinken gibst?" Die Bäuerin antwortete spontan: "Vier meiner Brüder sind im Krieg und ich hoffe, dass es ihnen gleich ergeht wie euch und auch sie irgendwo ihren Hunger und Durst stillen können."

Am 3 Februar 1946 begann Johann Hohenwarter senior die Schmiedelehre bei seinem Lehrmeister Kroess in Weißbach und musste für einen Monatslohn, von damals 20,00 Österreichischen Schillingen, mehr als 60 Stunden in der Woche arbeiten. Der Meister, der schon im fortgeschrittenen Alter war, übertrug ihm bereits nach einem halben Jahr Lehrzeit, selbstständig Pferde, Schlitten und Wagen zu beschlagen. Nach drei Jahren, exakt am letzten Tag seiner Lehrzeit, verstarb Johann's Vater und es brauchte einige Zeit, um mit diesem Verlust leben zu können.

Im Jahr 1952 absolvierte Johann Hohenwarter senior die viermonatige Hufbeschlagschule in Lambach und schloss diese mit der Schmiedemeisterprüfung erfolgreich ab. Kurz darauf übernahm er die Bräuschmiede in Lofer und begann mit seinem Lehrling Max Kracher - den er im zweiten Lehrjahr übernahm - mit der Arbeit als selbstständiger Schmied, soweit Arbeit vorhanden war, denn die Schmiede war zum damaligen Zeitpunkt total abgewirtschaftet. Zusätzlich galt es, noch eine Ablöse von öS 50.000,- (zum heutigen Vergleich: ca. eine Million Euro), als Ablöse für Maschinen aufzubringen und zudem einen hohen Pachtzins zu bezahlen. Mit Freunden und Verwandten überwand er auch dieses Hindernis, wobei ihm besonders sein Schwager Josef Volgger, der „Nusserbauer”, tatkräftig unter die Arme griff.

Am 9. November 1953 heiratete Johann Hohenwarter seine Frau Veronika Lohfeyer vom „Auerbauer” und ein Jahr später, am 27. Dezember 1954 kam Sohn Hans beim Auerbauer zur Welt, auf dem die Familie bis zu seinem sechsten Lebensjahr wohnte. Am 12 Dezember 1955 zog Johann Hohenwarter senior mit seinen beiden Lehrlingen Max Kracher und Peter Wimmer in die neue, noch luftige Werkstätte in die Bierkellergasse ein, zwei Jahre später absolvierte er die Landmaschinen - Meisterprüfung und begann relativ früh mit dem Anhängerbau und den verschiedensten Sonderanfertigungen, vom Holztransporter bis hin zur Kutsche.

Dazu konstruiert Max Kracher Schneepflüge und Frontlader, die heute noch ihren Dienst tun. Im Jahr 1960 übernahm die Firma Hohenwarter die Vertretung der Lindner-Traktoren, dazu wurde der Betrieb sukzessive ausgebaut. Als im Jahr 1977 der Chef an schwerer Hirnhautentzündung erkrankte, musste sein Sohn Hans bereits mit 23 Jahren den Betrieb mit tatkräftiger Unterstützung seiner Mitarbeiter führen.

Am 5. Mai 1984 heiratete Sohn Hans seine Frau Monika und eineinhalb Jahre später übernahm Hans jun. offiziell den Betrieb, der sich Jahr für Jahr vergrößerte. Im Jahr 1994 trafen Hans jun. und sein Bruder Josef die Entscheidung eine neue Werkstätte im Gewerbegebiet Lofer zu errichten. Drei Jahre später sind in St. Martin die ersten beiden Lagerhallen gebaut worden. Mit Jahreswechsel 1999 übernahm man die Landmaschinenwerkstätte der Firma Neumayer in Maishofen als Pachtbetrieb und setzte damit seinen wirtschaftlichen Fuß in die kaufkräftige Region Saalfelden - Zell am See.

Nunmehr zählt die Firma Hohenwarter in Lofer, St. Martin und in Maishofen rund 35 Mitarbeiter und zusammen mit dem Chef kann man diese Firma unter die innovativsten Betriebe des Saalachtales einreihen. So scheut man keine Kosten, um regelmäßig große Verkaufsaustellungen - auch Loferer Messe genannt - zu veranstalten, bei denen auch einige andere Betriebe aus Lofer und St. Martin mitmachen und auch mit partizipieren. der rege Besuch auf diesen Messen, bei denen natürlich auch für Speis, Trank, Musik und Unterhaltung gesorgt ist, zeugt von der Richtigkeit der Entscheidung auch von der Wirtschaftskraft des unteren Saalachtales.

Der Verkauf von Maschinen aller Art ist stets Vertrauenssache. Besonders die Bauern, wenden sich immer vertrauensvoll an Johann Hohenwarter und seine geschulten Außendienstmitarbeiter, wenn eine neue Maschine oder ein neues Fahrzeug angeschafft werden soll. Gerade in der Landwirtschaft hat ein gut funktionierender und optimal abgestimmter Maschinenpark heutzutage große Bedeutung, denn er muss letztlich Muskelkraft ersetzten, die in dieser Branche kaum mehr bezahlbar ist. Und der Maschinen- und Gerätepark soll auch sicher sein, denn der Bauer und seine Familie setzen in der klein strukturierten Landwirtschaft unserer Gegend die Maschine nur kurzfristig aber dafür extrem ein.

Johann Hohenwarter und sein Team sind Garant für optimale Beratung und Betreuung. Und so ist es nicht verwunderlich, dass dieser betrieb sich stetig vergrößert hat und man darf gespannt sein, welche Ideen das Team um Johann Hohenwarter in aller nächster Zukunft noch haben wird.

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Ausstellung Lofer St. Martin
20. - 22. März 2008

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